Helferin werden
Alles beginnt mit der Erfahrung, dass Gott uns bedingungslos liebt.
Berufung
Wenn eine von uns von ihrer Berufung erzählt – ganz gleich, wie alt sie ist oder woher sie kommt –, spricht sie immer von dieser einen, grundlegenden Erfahrung: der Entdeckung, dass Christus sie liebt. Und dass seine Liebe allen Menschen gilt.
Die Wege zu dieser Erfahrung sind so vielfältig wie wir selbst. Manche führten durch Dunkelheit, Schmerz und Verlust. Und oft geschieht diese Erfahrung ganz leise – im Alltag, über viele Jahre hinweg. Durch Begegnungen, Freundschaften, Arbeit und kleine wie grosse Ereignisse.
In all unseren unterschiedlichen Lebenswegen war es die berührende Erfahrung von Gottes Liebe, die eine jede von uns dazu geführt hat, ihr Leben ganz in die Nachfolge Christi zu stellen – und ihn in seinem Wirken unter uns zu erkennen.
«Die Liebe Gottes, die wir durch nichts verdient haben, ist eine Frohe Botschaft, die in uns den Wunsch nach totaler Hingabe weckt. Wenn wir Jesus Christus nachfolgen, lernen wir, zutiefst in unserem Herzen, diese Liebe anzunehmen. Sie ist eine verwandelnde Kraft, die uns für die Vereinigung mit Gott und mit den Menschen öffnet und uns befreit zum Dienen.»
Konstitutionen Nr. 35

Noviziat
Die ersten zwei Jahre deines Mitlebens in der Gemeinschaft bieten dir die Möglichkeit, deine Beziehung zu Gott, zur Gemeinschaft und zu dir selbst zu vertiefen. Du lernst sowohl die ignatianische Spiritualität wie auch diejenige unserer Gründerin kennen.
Das englischsprachige Noviziat befindet sich aktuell in Nairobi, das französichsprachige in einer Pariser Vorortsgemeinde. Regelmässig wirst du dich mit Novizinnen und Novizen von weiteren ignatianischen Gemeinschaften zu Schulungseinheiten treffen. In Praktika lernst du dich in unbekannten Kontexten und neuen Aufgabenfeldern kennen. Höhepunkt der beiden Jahre sind die «grossen Exerzitien».
Ein gutes Gleichgewicht finden
Nach den ersten Gelübden wirst du in eine der Gemeinschaften gesendet. Nun wollen die neu erhaltene Aufgabe, das Gemeinschaftsleben und das persönliche Leben in ein gutes Gleichgewicht gebracht werden. Die regelmässigen internationalen Treffen mit Schwestern derselben Integrationsstufe können dir neue Impulse geben.
Doch auch nach dem definitiven Engagement nach sechs bis neun Jahren und dem Terziat (spirituelles Vertiefungsjahr) geht das gemeinsame Lernen weiter.

«Den Willen Gottes in meinem Leben erkenne ich in einem Einklang und einem tiefen Frieden.
Ich nehme einen Einklang in meinem Beten, meinem Tun und meinen Beziehungen zu Gott, zu mir und zu der Welt wahr. Und ich spüre einen Frieden im Herzen, der tiefer ist als das Auf und Ab des Alltags. Es ist ein Friede, der trägt und mich zum Loslassen befreit. Es ist ein Friede, der mich lockt, ganz für Gott und die Menschen da zu sein.»
Emese, Rumänien
Interessiert dich unsere Lebensform?
Gemeinsam ist uns Helferinnen, dass wir alle auf einem Sehnsuchtsweg waren und noch immer sind.
Interessiert dich unsere Lebensform oder hast du Fragen zu deinem eigenen Lebensweg, sind wir gerne für dich da: